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Mittwoch, 06 Mai 2015

Telefonieren mit WhatsApp

Posted in Wochenblatt-Artikel, Artikel drucken: Print

Telefonieren mit WhatsApp

WhatsApp ist ein Phänomen und inzwischen wohl eine der meist genutzten Apps der Welt. Denn diese ermöglicht das kostenlose Versenden von Kurznachrichten (inkl. Multimedia-Dateien) auf Smartphones über das Internet. Nachdem WhatsApp die klassische SMS längst verdrängt hat, möchte das zum Facebook-Konzern gehörende Unternehmen nun auch den Telefonie-Markt aufmischen.

Trotz ständiger Datenschutzpannen und Sicherheitsskandalen verfügt die App über eine ungebrochene Marktmacht. Anfang April verkündete der WhatsApp-Gründer Jan Koum stolz, dass die App jeden Monat über 800 Millionen aktive Nutzer zählt. Dabei werden täglich rund 30 Milliarden Nachrichten versendet. Es ist also nur wenig verwunderlich, dass WhatsApp den Funktionsumfang stetig erweitert. So wurde vor einigen Wochen die Telefonie-Funktion für Android und anschließend für iOS freigeschaltet (Windows Phone soll folgen). Für Anrufe über WhatsApp fallen zwar keine Kosten an, die Übertragung über das Mobilfunknetz kann allerdings Internet-Gebühren verursachen, sofern man über kein Inklusiv-Volumen verfügt. In einigen Mobilfunkverträgen wird die Nutzung von Internet-Telefonie in den Vertragsbedingungen jedoch explizit ausgeschlossen.

Das kostenlose Telefonieren über das Internet ist nichts Neues. Nicht nur unzählige Apps wie „Viber“ oder „Line“, auch der populäre Dienst Skype bietet diese Funktionalität auf sämtlichen Plattformen. Im Unterschied zu Skype (ca. 300 Millionen Nutzer) muss man bei WhatsApp die gewünschten Kontakte allerdings nicht manuell hinzufügen. Vielmehr scannt die App das eigene Telefonbuch, liest die gespeicherten Telefonnummern und Kontaktdaten aus, lädt sie auf den Firmenserver in den USA hoch und listet sofort alle befreundeten WhatsApp-Nutzer auf. Fluch und Segen zugleich, denn dadurch können alle Nutzer der App sofort sehen, dass man erreichbar ist bzw. wann man zuletzt Online war. Dies gilt natürlich nicht nur für Freunde, sondern auch für Kontakte, mit denen man eigentlich keinen näheren Umgang pflegt. Dass der Online-Status jederzeit sichtbar ist und dem Gegenüber sogar das Lesen einer Nachricht bestätigt wird (lässt sich nach dem neusten Update in den Optionen deaktivieren), erhöht den gesellschaftlichen Druck auf den Benutzer, sofort zu antworten.

Tipp: WhatsApp lässt sich nicht nur auf mobilen Geräten, sondern auch als Web-Version in Google Chrome, Mozilla Firefox, Safari oder Opera nutzen. Dazu öffnen Sie die Seite https://web.whatsapp.com und scannen den eingeblendeten QR-Code (quadratisches Code-Symbol, welches über Smartphones ausgelesen wird). Anschließend kann der Dienst auch über den Browser genutzt werden, solange das Smartphone mit dem Internet verbunden ist. (WhatsApp Web ist kompatibel mit Android, Blackberry, Windows Phone und Nokia S60 / S40).

Fazit: Auch wenn die Sprachqualität von WhatsApp nach ersten Testberichten noch nicht berauschend ist und fließende Gespräche nur bei sehr gutem 3G- / 4G-Empfang bzw. WLAN möglich sind, gehen wir davon aus, dass sich das kostenlose Telefonieren über die App aufgrund der hohen Nutzerzahl rasant verbreiten wird. Allerdings gilt auch hier, den Dienst mit einer gesunden Skepsis zu betrachten. Eine alte Online-Weisheit sagt: „Wenn etwas kostenlos ist, sind SIE das Produkt“. Aus diesem Grund möchten wir unsere Empfehlung, die generell bei solchen Diensten gilt, noch einmal in Erinnerung rufen: Strengvertrauliche und / oder sensible Gespräche sollten besser über andere Kommunikationswege erfolgen!

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Dieser Artikel ist am 06. Mai 2015 in Ausgabe 230 der kanarischen Wochenzeitung "Wochenblatt" erschienen.

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