Support für Windows

Laden Sie hier das kostenlose "Duckling IT - Support" Fernunterstützungsprogramm für Windows herunter.
 

 

Weitere Informationen

Support für Mac

Laden Sie hier das kostenlose "Duckling IT - Support" Fernunterstützungsprogramm für Mac (Apple) herunter.
 

 

Weitere Informationen

Mittwoch, 20 Mai 2015

Das selbstfahrende Auto

Posted in Wochenblatt-Artikel, Artikel drucken: Print

Das selbstfahrende Auto

Google, wenn auch als Datensammler umstritten, ist für so manche Revolution in unserem Leben verantwortlich und aus dem modernen Alltag nicht mehr wegzudenken. Eines der laufenden Projekte, welches im ersten Moment an Science-Fiction erinnert, ist das selbstfahrende Auto. Die computergesteuerte Flotte hat mittlerweile 1.7 Millionen Meilen bzw. 2.7 Millionen Kilometer zurückgelegt. Zu diesem Anlass zieht der Internetkonzern (Zwischen-) Bilanz und berichtet von den Erfahrungen, die bisher mit dem Projekt gesammelt werden konnten.

In den USA sterben jährlich rund 33‘000 Menschen an Verkehrsunfällen und auch Deutschland hatte 2014 etwa 3‘300 Straßenverkehrsopfer und 389‘000 verletze zu beklagen. Besonders verheerend: 94 Prozent der Unfälle werden durch den Fahrer, also durch „menschliches Versagen“ verursacht. Und genau hier liegt einer der Hauptmotivationsgründe für das computergesteuerte Auto. Durch den Autopiloten sollen wir in Zukunft nicht nur mehr produktive Zeit haben, während wir von unserem Fahrzeug von A nach B chauffiert werden, auch der Risikofaktor Mensch soll von den Straßen „verschwinden“.

Dazu rüstet Google seit 2010 Prototyp-Autos mit High-Tech-Ausrüstung wie Google Radar, unzähligen Kameras und Sensoren aus. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein rotierender Zylinder auf dem Autodach. Das Gerät scannt mit Laserstrahlen die Umgebung ab und erstellt in Echtzeit ein dreidimensionales Modell des Umfelds. Dank dieser 360 Grad-Rundumsicht und der blitzschnellen Früherkennung auch von weitentfernten Hindernissen und Gefahren, ist ein selbstlenkendes Auto außerdem deutlich flotter unterwegs als ein Mensch, wodurch auch das Problem mit dem stetig zunehmendem Verkehrsaufkommen gelöst werden könnte.

Seit 6 Jahren sind die über 20 Roboterautos nun schon in diversen Städten der Welt unterwegs und dabei in insgesamt 11 kleinere Unfälle (ohne Verletzte) verwickelt gewesen. Allerdings betont Google, dass die Schuld der Zusammenstöße stets bei der menschlichen Gegenpartei gelegen habe. Mehr als Blechschäden gab es nicht. Sieben Mal sind andere Verkehrsteilnehmer auf ein Google-Auto aufgefahren, 4 Mal wurde es an der Seite gestreift.

Auch wenn unsere Software und Sensoren eine knifflige Situation erkennen und früher sowie schneller Gegenmaßnahmen als ein menschlicher Fahrer einleiten können, sind wir manchmal nicht in der Lage, die Gesetze von Geschwindigkeit und Entfernung zu überwinden”, so der Projektleiter Chris Urmson. “Manchmal werden wir einfach beim Warten an der Ampel getroffen.

Insgesamt sollen die autonomen Fahrzeuge aber deutlich mehr Unfälle verhindert haben, als es Berechnungen zu Folge menschliche Fahrer gekonnt hätten, etwa als ein anderes Auto ohne Vorwarnung aus zweiter Reihe abbog oder als ein Radfahrer an einer Kreuzung eine rote Ampel überfuhr. In einem Fall erkannten die Fahrzeug-Computer im Dunkeln gleich zwei entgegenkommende Geisterfahrer.

Bis 2020 soll die Technologie marktreif sein. Google ist allerdings nicht das einzige Unternehmen, welches sich an selbstlenkenden Fahrzeugen versucht. Auch namhafte Autohersteller wie Ford, Nissan (in Kooperation mit der NASA) und Tesla arbeiten an solchen Projekten. Letztere wollen bereits bis 2016 ein System entwickeln, welches bis zu 90 Prozent der typischen Fahranforderungen übernehmen kann. Die Chancen stehen also gut, dass Computer in naher Zukunft die Rolle von Taxis für jedermann übernehmen können und die Straßen dadurch ruhiger und sicherer werden.

Hat’s „klick“ gemacht?

Dieser Artikel ist am 20. Mai 2015 in Ausgabe 231 der kanarischen Wochenzeitung "Wochenblatt" erschienen.

Social Bookmarks

Bitte Kommentar schreiben

Sie kommentieren als Gast.

Aktuell Online

Aktuell sind 77 Gäste und keine Mitglieder online

Neuste Artikel