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Mittwoch, 04 März 2015

Bloatware

Posted in Wochenblatt-Artikel, Artikel drucken: Print

Bloatware

Kauft man heute einen neuen Computer oder Laptop im Handel, ist dieser in aller Regel nicht nur mit einem Betriebssystem wie Windows 8, sondern auch mit unzähligen Programmen vorinstalliert. Allerdings handelt es sich dabei meist um unerwünschte oder nur zeitlich begrenzt nutzbare Software. Da das System dadurch unnötig belastet bzw. aufgebläht wird, nennt man solche Programme „Bloatware“ (engl. to bloat „aufblähen“) oder auch „Crapware“ (engl. „Schrottware“).

Das Spektrum reicht von Computerspielen über Office-Programme bis hin zu Internet Security Suiten. Bloatware ist aber nicht nur lästig, sondern bremst den neuen Computer auch unnötig aus, denn jedes Programm verbraucht während dem Betrieb Arbeitsspeicher. Leider starten viele dieser „Müllprogramme“ beim Einschalten des Computers vollautomatisch und ungefragt im Hintergrund mit.

Doch warum installieren namhafte Hersteller wie Acer, Asus, Dell, HP, Lenovo, Medion, Sony und Toshiba mutwillig solch „schädliche“ Programme? Wie so oft verbirgt sich dahinter ein Geschäftsmodell. Denn die PC-Hersteller schließen mit den Softwareanbietern lukrative Verträge ab und erhalten Provision für die Vorinstallation. Fairerweise muss man hier aber anmerken, dass die Geräte dadurch immer günstiger angeboten werden können. Der vom Konsumenten geforderte Preiszerfall wird also quasi mit Bloatware quersubventioniert. Aus diesem Grund sind preisgünstigere Geräte auch viel häufiger von Crapware betroffen. Und im Zeitalter der mobilen Computer macht Bloatware selbst vor Tablets und Smartphones keinen Halt mehr.

Ein aktuelles Negativbeispiel zum Thema Bloatware lieferte gerade der weltweit größte Computerhersteller Lenovo. Denn seit Mitte 2014 werden diverse Lenovo-Laptops mit einer Adware (unerwünschtes Werbeprogramm) namens „Superfish“ ausgeliefert. Diese analysiert nicht nur Ihre Bilder um gezielt Werbung im Internet einzublenden, sondern ist auch in der Lage verschlüsselte Verbindungen abzuhören. Somit handelt es sich dabei um eine Art offiziell vorinstallierter Computervirus. Kein Wunder also, dass dies in der IT-Branche ein Riesenskandal ausgelöst hat. Käufer eines neueren Lenovo-Notebooks können unter https://lastpass.com/superfish/ prüfen, ob ihr Gerät von Superfish betroffen ist.

Im Prinzip hat ein neuer Computer vor der eigentlichen Inbetriebnahme also erst einmal eine gründliche Reinigung nötig. Dies können Sie beispielsweise mit einer dafür spezialisierten, englischsprachigen Software namens „PC Decrapifier“ (engl. „PC Entmister“) www.pcdecrapifier.com tun. Das Programm scannt den Computer nach bekannter und überflüssiger Software der Hersteller und deinstalliert diese anschließend auf Wunsch. Obwohl das Programm das Beste seiner Art ist, erwischt es leider nur selten sämtliche Crapware. Sauberer und sicherer ist es deshalb, wenn die Bloat-Programme manuell deinstalliert werden. Dies bedingt allerdings, dass man weiß, auf welche Software man verzichten kann ohne Negativfolgen für das System zu riskieren. Da eine wirklich gründliche Bereinigung dank stetig zunehmender Bloatware inzwischen so viel Zeit in Anspruch nimmt, ist es häufig einfacher und weniger zeitaufwendig das Betriebssystem komplett neu zu installieren. Allerdings ist dafür ein Originaldatenträger nötig, denn die systemeigene Wiederherstellungsfunktion ist ebenfalls von den Computerherstellern manipuliert, sodass sämtliche Bloatware bei einem „Zurücksetzen auf Werkseinstellungen“ wieder installiert wird.

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Dieser Artikel ist am 04. März 2015 in Ausgabe 226 der kanarischen Wochenzeitung "Wochenblatt" erschienen.

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